Praktikum mit Herz – Fenna Sanden und Maria Meier

Shownotes

In dieser Folge sprechen wir mit Fenna Sanden und Maria Meier – zwei engagierten Praktikantinnen beim AWO-Kreisverband Bielefeld. Fenna arbeitet im Mehrgenerationenhaus am Heisenbergweg, Maria im Quartier Zedernstraße. Beide studieren Soziale Arbeit und erzählen, wie sie über ihr Studium, Zufälle und sogar über diesen Podcast selbst zur AWO gefunden haben. Sie berichten, was sie in ihren Praktika gelernt haben – von der Arbeit mit geflüchteten Menschen bis zu Projekten mit Alleinerziehenden –, wie es ist, Teil eines offenen und herzlichen Teams zu sein, und wie sie sich als junge Generation in der Sozialen Arbeit sehen. Gemeinsam sprechen sie über Klischees rund um die „Gen Z“, über Vorurteile gegenüber dem Studiengang Soziale Arbeit und darüber, warum praktische Erfahrungen für den Beruf so entscheidend sind. Eine ehrliche, inspirierende Folge über erste Schritte im sozialen Berufsfeld, gegenseitiges Lernen zwischen Generationen – und den Mut, Neues auszuprobieren.

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00:00:05: Ein Podcast des AWO-Kreisverbandes

00:00:09: Bielefeld.

00:00:45: Neugierig.

00:00:47: Jemand, der gerne Neues lernt.

00:00:50: Fena Maria, herzlich willkommen zu eurer Vollgehörber-Mensch.

00:00:53: Schön, dass ihr da seid.

00:00:55: Wir freuen uns auch.

00:00:57: Wir haben in diesem Podcast ja schon ganz viele Mitarbeiter des AWO-Kreisverbandes Bielefeld vorgestellt, also die, die schon fest im Sattel sitzen.

00:01:05: Es gibt aber auch ganz viele Praktikanten und Werkstudenten bei der AWO und dazu gehört ihr.

00:01:10: Erzähl doch mal, was macht ihr genau?

00:01:12: Maria, Max, du mal anfangen.

00:01:14: Ich war im AWU-Quartier-Zählernstraße für drei Monate und da habe ich ganz viele verschiedene Sachen gemacht.

00:01:20: Zum einen die Beratung von geflüchteten Menschen, hauptsächlich von Frauen.

00:01:24: Ich habe auch mal ein Frühstück mitgemacht oder halt verschiedene Auslüge geplant, sowas.

00:01:29: Das war ja im Zuge deines Studiums, ne?

00:01:31: Was studierst du?

00:01:32: Soziale Arbeit, jetzt aktuell im fünften Semester.

00:01:35: Wie kanst dazu?

00:01:36: Wie bist du überhaupt zum AWU-Krassverband gekommen?

00:01:38: Wie hast du dich darauf beworben, was war so der Prozess?

00:01:42: Im Studium haben wir viel über Quartiersarbeit geredet und die ist in Ommeln ja auch sehr groß.

00:01:46: Und da habe ich ein bisschen rumgeguckt, was gibt es, habe mir die AWO angeguckt mit den verschiedenen Stellen und Einrichtungen und habe mich dann für Quartierzehren-Chasse entschieden und habe dann auch vorher kurz in die Folge von Imkund Muran gehört.

00:01:59: Also letztlich bist du über den Podcast-Hörber-Mensch zu deinem Praktikum gekommen?

00:02:04: Ja, könnte man so sagen.

00:02:06: Perfekter kann es ja eigentlich überhaupt nicht sein.

00:02:08: Wie war das, als du den Podcast gehört hast?

00:02:10: Erzähl doch mal, hattest du da einen guten Einblick schon?

00:02:14: Ja, also ich habe Imko und Mo dann kennengelernt.

00:02:16: Ich wusste ja, dass Imko die Quartiersarbeit macht und Mo die Sozialarbeit.

00:02:19: Und ich fand beide haben so offen und freudig über die Einrichtung erzählt, dass mir das ein gutes Gefühl gegeben hat.

00:02:24: Und ich dachte, da macht es sicher Spaß zu arbeiten.

00:02:27: Und so war es dann auch.

00:02:30: Bevor wir dazu kommen, was du jetzt gerade machst bzw.

00:02:33: wie du diese drei Monate erlebt hast, gehen wir einmal rüber zu Fenner.

00:02:36: Erzähl doch mal, was machst du denn aktuell?

00:02:39: Also ich bin im Mehrgenerationenhaus und das ist ein Haus, was offen für alle Zielgruppen ist.

00:02:45: Sehr bunt, immer jeder Tag ist anders.

00:02:48: Ja, sehr schön da.

00:02:49: Wie hast du dich entschieden, bei der AWO dein Praktikum zu machen?

00:02:53: Ich habe tatsächlich einen Plakat von der AWO in der Hochschule gesehen und das war das Aktivitätszentrum in der Mainolfstraße.

00:03:01: Da die leider keinen Platz mehr hatten, haben sie mich weitergeleitet.

00:03:04: Und ich bin sehr glücklich, dass sie mich weitergeleitet haben, weil mir macht super viel Spaß im Mehrgenerationenhaus.

00:03:09: Aber ist das nicht witzig?

00:03:10: Also man bewirkt sich vielleicht auf irgendeine Stelle, die gibt's da nicht.

00:03:14: Und das ist ja eine Erfahrung, die ganz viele dann im Abokreisverband Bielefeld machen.

00:03:18: Wenn an einer Stelle was nicht passt, vielleicht aber an einer anderen, ist ja auch genau die Erfahrung, die du gemacht hast.

00:03:24: Ja, das

00:03:25: stimmt.

00:03:25: Was studierst du?

00:03:26: Ich studiere auch soziale Arbeit, genau wie Maria auch im fünften Semester.

00:03:30: Was hat dich bewogen, soziale Arbeit zu studieren?

00:03:34: War das für dich immer klar?

00:03:35: Ich glaube nicht immer.

00:03:36: Ich habe mit fünfzehn den Juleikerschein gemacht und dann als... Was ist der

00:03:40: Juleikerschein?

00:03:41: Musst du vielleicht am Ende kommen?

00:03:42: Das ist die Jugendleitercard, also dass man Jugendgruppen leiten kann.

00:03:46: Und bei mir im Ort ist das Zeltlager und da fahre ich dann immer mit als Gruppenleiterin.

00:03:51: Und da habe ich gemerkt, dass ich super gerne so mit Kindern und anderen Menschen zusammen arbeite.

00:03:56: Und da habe ich gedacht, soziale Arbeit passt perfekt.

00:03:59: Nun bist du im Mehrgenerationenhaus im Heisenbergweg und da sind ja nun, wir haben ja Lara auch schon zu Besuch gehabt bei uns hier im Podcast.

00:04:08: Da ist ja wirklich viel los, ne?

00:04:10: Es sind so viele unterschiedliche Menschen.

00:04:12: Wie stellst du dich da drauf ein?

00:04:14: Ich glaube, am Anfang war es sehr neu für mich, weil ich immer nur mit Kindern auch zusammengearbeitet habe und ich gar nicht wusste, wie das mit Erwachsenen oder Seniorinnen läuft.

00:04:25: Aber ich wurde gut an die Hand genommen am Anfang und ich konnte dann die ersten Male nur so zuschauen und dann viel zu mir in der zweiten, dritten Woche auch schon leichter auf die Menschen zuzugehen.

00:04:35: Und die sind ja genauso offen und herzlich und heißen einen in ihren Gruppen willkommen, dass einem das ganz leicht gemacht wird.

00:04:42: Ja.

00:04:43: Auch eine tolle Erfahrung, ne?

00:04:44: Gerade neben dieser ganzen Theorie, die ihr so lernt im Studium, so kann es dann im Alltag wirklich aussehen, ne?

00:04:52: Hast du es so vorgestellt?

00:04:53: Ich glaube, ich habe mir Kölschberg gar nicht so richtig was vorgestellt, weil das ... Prinzip der Generationen hast du mich auch ganz neu war.

00:05:01: Aber es ist viel einfacher, als ich vorher gedacht habe.

00:05:04: So diese ganzen Sorgen, die man hatte, oh, vielleicht nehmen die einen gar nicht so an, öffnen sich einem gar nicht, ist gar nicht so.

00:05:10: Also es ist sehr schön zu sehen, dass sie auch neuen Personen, die Klientinnen sehr offen sind und direkt auch von sich erzählen.

00:05:16: Auch toll, so für die Selbstwirksamkeit irgendwie, ne?

00:05:20: Total,

00:05:20: ja.

00:05:21: Maria, wie hast du deine Arbeit wahrgenommen?

00:05:24: Du hast gesagt, du hast ja nun auch mit geflüchteten Menschen gearbeitet.

00:05:28: Mit welchen Gedanken bist du da überhaupt eingestiegen?

00:05:31: Ja, also am Anfang war das auch sehr neu für mich.

00:05:34: Ich hatte auch ein bisschen Angst vor den Sprachbarrieren, dass ich dann irgendwie das nicht leicht genug ausdrücken kann.

00:05:40: Aber ich habe dann gemerkt, es geht total.

00:05:41: Man versucht einfach so zu sprechen, dass alle einen verstehen und einfach dann nochmal zu wiederholen.

00:05:47: Und da bin ich eigentlich ganz gut eingestiegen.

00:05:51: Ich bin ein riesen Fan von Praktika, weil ich halt immer denke, du kannst noch so viel lernen in der Theorie, aber das wirkliche wahre Leben findet halt da draußen statt, wie hast du das wahrgenommen?

00:06:04: Ja, ich habe das genauso wahrgenommen.

00:06:05: Ich fand das sehr, sehr spannend, die Beratung zu machen und ich habe sehr tolle Frauen vor allem kennengelernt.

00:06:11: Ja und am Anfang war es eher so, dass man die Karm mit irgendwas und man hat denen dabei geholfen.

00:06:16: und mit der Zeit habe ich dann auch gemerkt, wie man da mal zwischendurch einfach quatscht und sich austauscht mit den Klienten und das war auch total toll.

00:06:23: Nun bist du auch noch sehr jung, einundzwanzig.

00:06:26: Hast du das Gefühl, dass du im Laufe dieser drei Monate vielleicht auch ein bisschen gewachsen bist?

00:06:31: Ja definitiv, also man wird einfach offener, man passt sich mehr an die Klienten an.

00:06:36: Und ich habe auch die Erfahrung gemacht, ich habe noch ein bisschen so die organisatorischen Sachen gemacht.

00:06:40: Und das hat mir auch total gefallen, also da so ein bisschen reinzuwachsen.

00:06:43: Würdest du sagen, so ein Praktikum hilft auf jeden Fall, die berufliche Reise zu gestalten?

00:06:48: Ja, weil ich glaube, sonst, man weiß, es gibt super viel Auswahl im sozialen Bereich.

00:06:52: Aber man kann sich gar nicht so was unter den Berufen immer vorstellen.

00:06:56: Also was sind genau die Aufgaben, wie funktioniert sowas?

00:06:59: Und ich finde, im Praktikum lernt man total viel und das macht total toll Spaß.

00:07:04: Du, dein Praktikum ist ja jetzt schon vorbei.

00:07:06: Ja.

00:07:07: Wie drei Monate sind rum, ging wahrscheinlich rasend schnell, ne?

00:07:10: Ja, schon.

00:07:10: Ja, genau.

00:07:11: Aber du bleibst dem Avokasverband Bielefeld trotzdem noch so ein bisschen erhalten?

00:07:15: Ja, ich wurde jetzt von meinen Kolleginnen gefragt, ob ich zum Beispiel bei einem Ausflug im Planetarium dabei sein kann oder bei einem Ausflug im Landtag.

00:07:25: Ja, und da werde ich jetzt... an den beiden Tagen noch die Familien begleiten und mit denen da hinfahren.

00:07:30: Ja, was ja schon mal cool ist.

00:07:32: Ja, auf jeden

00:07:32: Fall.

00:07:33: Wie es sich dann weiterentwickelt, für dich beruflich, ist jetzt aktuell noch offen?

00:07:37: Ja, das ist noch offen.

00:07:37: Ich gucke jetzt, was ich nach dem Studium mache und gucke mir ganz viele verschiedene Stellen an und warliegt dann, aber ist auch eine schwierige Entscheidung gerade.

00:07:44: Ja, klar, total.

00:07:46: Aber ihr jetzt erstmal schon mal geschnuppert zu haben im Abo-Kreisverband, das ist ja schon mal.

00:07:50: Ja.

00:07:51: Ich kann mir vorstellen, dass die bei dir im Hinterkopf bleiben, als zukünftiger Arbeitgeber war.

00:07:56: Ja, auf jeden Fall.

00:07:57: Also hat auch viel miteinander verbunden.

00:07:59: Wir haben ja beide noch ein Projekt, was wir im Praktikum durchgeführt haben.

00:08:03: Das war auch sehr spannend.

00:08:04: Was für ein Projekt erzählen?

00:08:05: Ich musste

00:08:05: eine Sozialraumanalyse machen im Quartier Zehlandstraße.

00:08:09: Und das war total spannend, durch Umeln zu laufen mit einer geflüchteten Frau.

00:08:13: Die hat mir so Umeln aus ihrer Perspektive gezeigt.

00:08:15: Und das werde ich jetzt noch ausaktuell in der Hochschule und analysiere das so ein bisschen.

00:08:20: Cool.

00:08:21: Und das Projekt machst du auch?

00:08:23: Fena?

00:08:24: Nee, ich mache ein anderes Projekt.

00:08:25: Ich bin ja bei einer Alleinerziehendengruppe, bei der Alinegruppe dabei und ich habe einen Fragebogen entwickelt zur Untersuchung von Stress, gerade eben bei den Alleinerziehenden, wo ja auch viele neu nach Deutschland gekommen sind und wie man den dann Unterstützung um Alltag geben kann.

00:08:40: Tauscht ihr euch untereinander auch aus?

00:08:42: Also wenn ihr beide zusammen ja auch studiert, ihr seid beide an unterschiedlichen Standorten, ja, wo Kreisverband Bielefeld ist riesig, ne?

00:08:50: Wie ist euer Austausch miteinander?

00:08:52: Ich glaube, als ich wusste, dass ich auch bei der AWO-Praktikum mache, da war Maria schon dabei.

00:08:57: Und dann hat man natürlich drüber gesprochen und Maria da war so, oh ja, ich kenne deine Kollegen schon, die sind super nett.

00:09:03: Und das hat mir dann natürlich auch geholfen.

00:09:05: Ich habe jetzt in Marina auch Kolleginnen von Maria kennengelernt, das war auch sehr schön.

00:09:09: Und man kann sich über viel austauschen.

00:09:11: Ich glaube, wir haben auch viel dieselbe Meinung, was unser Praktikum angeht und das war sehr schön, da jemanden zu haben.

00:09:18: Ja, macht schon Sinn, ne?

00:09:20: Wir waren auch beide im Social Media Team und haben da so ein bisschen bei der Öffentlichkeitsarbeit geholfen.

00:09:25: und das Social Media Team.

00:09:26: Wir waren nie gleichzeitig da, aber da kennen wir halt beide die Leute jetzt.

00:09:31: Ja,

00:09:31: das sind erst so super nette Leute.

00:09:32: Das macht so viel aus.

00:09:34: War euch das klar, wie wichtig ein gutes Kollegium ist?

00:09:39: Ja, das waren wir vorher schon klar, weil ich finde... Wenn man irgendwie Probleme hat mit Klientinnen, dann kann man immer gucken, vor allem im Collegium.

00:09:46: Aber wenn es im Collegium nicht läuft, finde ich, läuft die Arbeit auch nicht.

00:09:49: Und von daher ist das super wichtig.

00:09:51: Ja.

00:09:52: Lasst uns doch mal über dieses wahnsinnig lästige Thema Jensie reden.

00:09:58: Da fangen sie schon beinahe hin zu kichern.

00:10:02: Verna nun, auch gerade beim Avokalsverband Bielefett sind Leute, die sind schon... Unendlich lange da, die haben wahnsinnig viel Expertise, die treffen aber auch auf eine neue Generation auch, also so wie in allen anderen Jobs auch.

00:10:16: Ihr seid ganz klar Jensie und euch wird so viel nachgesagt.

00:10:20: Wie würdest du denn die Jensie überhaupt bezeichnen oder beschreiben, Fena?

00:10:27: Das ist eine schwierige Frage.

00:10:29: Ich würde sagen, dass die Jensie sehr offen ist.

00:10:34: Ich glaube sehr wissbegierig und neugierig, was viele gar nicht so von uns denken.

00:10:39: Ich glaube, dass viele immer gerne Neues lernen wollen und dass so, von mir kann ich sagen, so ein bisschen so Aufsaugen alles und dann erst für sich selbst ordnen.

00:10:49: Aber ich glaube so, dass dieses, was ich immer höre, dieses Faul, das könnte ich jetzt so nicht bestätigen, auch nicht so von meinem Umfeld.

00:10:59: Wie empfindest du das, Maria?

00:11:01: Ja, ich glaube auch, dass sie manchmal nachgesagt sind, wir sind sehr faul.

00:11:05: Aber ich glaube auch, dass das überhaupt nicht stimmt.

00:11:06: Also wir sind schon Leute, die gerne auch arbeiten und wenn man einen Drop hat, der einen Spaß macht, dann geht man da auch gerne hin und dann will man auch gar nicht faul sein.

00:11:16: Ja.

00:11:17: Wir haben dazu schon mal eine Folge gemacht und das sind ja wirklich so richtig dämliche Schubladen eigentlich auch, ne?

00:11:23: Ich kann mir vorstellen, wäre ich jetzt in eurer Situation und versuche gerade mich beruflich zu etablieren und hab voll Bock und hör dann immer, ach ja, die wollen ja nur Work-Life-Balance, mich wird das ziemlich nerven.

00:11:37: Ja, das nervt auch schon.

00:11:38: Also man hat halt auch, wenn man sagt, man studiert soziale Arbeit ja immer so ein bisschen Vorurteile und...

00:11:43: Ja, welche Erzähle.

00:11:45: Ja, so ein bisschen, dass das... Ich weiß gar nicht, wie ich das ausdrücken soll, dass das die Leute sind, die vielleicht nicht wissen, was sie anderes studieren sollten, weil so viele auch soziale Arbeit studieren, ist ja aber auch einfach ein großes Feld ist.

00:11:58: Und ja, dass man sich schon so einen einfacheren Studiengang ausgesucht hat, was ich aber finde, was gar nicht stimmt, weil es halt andere Ansprüche hat als andere Jobs.

00:12:07: Fenernekt, siehst du das?

00:12:10: Ja, ich finde auch, dass man viel nach... Sagt bekommt ja dein Studiengang ist ja so einfach oder das ist ja geschenkt was du da bekommst.

00:12:17: Ach ja

00:12:17: so das wird euch gesagt.

00:12:19: Ja also ich habe das schon gehört.

00:12:20: Okay.

00:12:21: Und ich persönlich finde das gar nicht weil man muss sich immer wieder auf neue Klientinnen einstellen mit deren Problemlagen den versuchen zu helfen.

00:12:29: Ich finde das ist ein sehr herausfordernder Studiengang und spielt auch ein sehr herausfordernder Drop und da ist das schon schade so was zu hören.

00:12:37: Ja, zumal ihr euch ja auch für ein Berufsfeld entschieden habt, wo ihr mit Menschen arbeitet und nicht nur eben auf der Sonnenseite des Lebens unterwegs seid.

00:12:46: Ihr habt es schon beide angedeutet, ihr seid auch mit Problemen von Menschen beschäftigt.

00:12:52: Das muss man ja auch erstmal persönlich auf die Kette kriegen, dafür braucht man ja auch selbst irgendwie eine Festigkeit, oder?

00:12:57: Ja, ich denke schon, ich glaube dadurch sind die Praktika eben auch so wichtig im Studium, weil vorher hat man diese Festigkeit halt nicht.

00:13:05: Und das ist sehr schön, dass zwei längere Praktikarmstudien gang integriert sind.

00:13:11: Und man das halt so besser lernt und man nicht nach dem Studiengang einfach da reingeworfen wird in die Arbeitswelt und gar nicht weiß, wie man damit umgeht.

00:13:18: Ja, genau.

00:13:19: Und vielleicht auch lernt einen Abstand dann zu den Thematiken zu bekommen, die mit denen man dann nine to five oder länger oder kürzer beschäftigt ist, oder?

00:13:29: Ja, total.

00:13:29: Es ist auch sehr wichtig, was ich sagen kann, dass mir das am Anfang ... schwieriger gefallen ist, aber dass man da rein wächst, sich das, dass man das abends quasi bei der Arbeit lässt und man einfach nach Hause geht.

00:13:43: Ja, oder sich halt austauscht mit Kolleginnen und Kollegen, ist auch, glaube ich, ganz wichtig.

00:13:48: Aber noch mal zurück zur Gensi, würdet ihr schon sagen, ihr legt viel Wert auch auf dieses bescheuerte Wort Work-Life Balance.

00:13:57: Ich kann das gar nicht leiden, aber könnt ihr... Vielleicht besser Grenzen setzen als andere Generationen, Maria?

00:14:05: Weiß ich nicht unbedingt.

00:14:06: Also, ich glaube, es ist eine persönliche Sache.

00:14:07: Mir persönlich fällt es schwer, weil wenn mich jemand fragt, hast du Lust, da und da noch mitzuhelfen, bin ich eine Person, die eigentlich immer ja sagen möchte, weil ich dieses Bedürfnis habe, dann einfach immer zu helfen, wo ich kann und immer da mitzumachen.

00:14:20: Ist ja auch total pauschal.

00:14:22: Was ist denn eigentlich eine Generation Z?

00:14:26: Das ist ja blödsinn, ne?

00:14:28: Also ich

00:14:29: glaube einfach jeder Mensch ist super individuell und man kann nicht alle Leute aus einer Generation eine Stuhplade stecken.

00:14:35: Voll,

00:14:35: total.

00:14:36: Aber wo ich euch mal hier hatte, wollte ich doch mal darüber reden.

00:14:39: Was würdet ihr denn sagen, ihr habt einen jungen, frischen Blick auf Themen?

00:14:44: Wo könnt ihr die Menschen, die schon lange bei der AWO arbeiten, vielleicht unterstützen und sagen, hey, ich hab da einen coolen Blick auf die Dinge?

00:14:53: Ich glaube, dass... Die Abo zwar sehr offen ist für vieles, aber trotzdem sind ja manche Sachen vielleicht ein bisschen festgefahren.

00:15:01: Und ich glaube, da hilft es manchmal zu sagen, ja, lass das doch vielleicht doch ein bisschen anders machen oder doch mal neu versuchen.

00:15:07: Ja.

00:15:08: Also neue Ideen anbringen dafür sind alle offen, oder?

00:15:11: Ja, ich glaube schon.

00:15:12: Ja.

00:15:13: Und auf der anderen Seite, Fena, arbeitet ihr mit Menschen zusammen, die unendlich viel Expertise haben?

00:15:20: Ja, das auf jeden Fall.

00:15:21: Aber ich finde ... Man profitiert so gegenseitig voneinander, weil wir jetzt aus dem Studium ja auch frisches Wissen, sage ich mal, mitbringen und theoretisches Wissen und das dann mit Kollegen in den Gut verknüpfen können, mit deren Praxisintegrierten wirst du schon.

00:15:35: Ich finde, das klappt sehr gut.

00:15:38: Gibt es Momente, wo du sagst, oh ja, da habe ich schon den Impuls auch mal einzugrätchen und zu sagen, hm, wollen wir mal anders machen?

00:15:47: Ja, ich glaube schon.

00:15:48: Aber also, das sind dann aber auch immer Ideen.

00:15:52: quasi die dann abgesprochen werden.

00:15:53: Und meist werden die auch sehr gut angenommen.

00:15:55: Und ich finde, das ist dann auch so ein guter Mix, dass schon eine Idee da ist oder in der Gruppe ausgeführt wird.

00:16:01: Und ich dann denke, hey, das könnte man in dem Punkt vereinfachen oder da noch weiter ausführen.

00:16:06: Und das klappt, würde ich sagen, auch sehr gut.

00:16:09: Also dieses gegenseitige Voneinander profitieren auf der einen Seite der frische Blick, auf der anderen Seite die langjährige Expertise.

00:16:17: Ja, es ist ja auch, also ich kann das sagen, ich hatte schon Ideen, dann wurde gesagt, ja, mit der Gruppe kann man das leider nicht so gut umsetzen.

00:16:23: Das haben wir auch schon mal versucht.

00:16:24: Das ist ja auch sehr schön, dass man das dann schon hört, dass man sich nicht im Projekt stürzt, dass sich Mühe für gibt und danach quasi enttäuscht wird, dass es halt nicht so gut angenommen wurde.

00:16:33: Und da, das ist ja auch ganz schön, das schon vorher zu hören.

00:16:35: Ja,

00:16:36: total.

00:16:37: Jetzt habt ihr beide gesagt, ihr seid im fünften Semester und die soziale Arbeit hat einfach wahnsinnig viele Felder.

00:16:46: steht für euch noch an, was würdet ihr euch wünschen als nächstes Praktikum, als nächster Erfahrung?

00:16:51: Was würdet ihr gerne mal ausprobieren?

00:16:54: Also ich möchte gerne in so ein beratenes Feld nochmal reinschnuppern, also eine Beratungsstelle irgendwie ja sowas in die Richtung, weil ich das noch nicht so gemacht habe bisher.

00:17:06: Mhm.

00:17:06: Maria?

00:17:07: Ja, ich habe jetzt ja auch schon viel Beratung gemacht und ich finde das auch super spannend.

00:17:11: Vielleicht möchte ich so in der Richtung auch bleiben.

00:17:13: Die AWO hat aber natürlich auch super viele andere Angebote.

00:17:16: Also sowas wie Schulsozialarbeit, Eingliederungshilfe finde ich auch alles super spannend und deswegen fällt mir die Entscheidung glaube ich auch gerade so schwer, weil es halt so viele Bereiche gibt.

00:17:26: Ich stehe da gerade ein bisschen so schwärmend vor, weil ihr seid jetzt noch in dieser Phase, wo irgendwie noch so viel möglich ist.

00:17:34: Das ist schon eine coole Phase auch irgendwie oder auch überfordern.

00:17:39: Wie nehmt ihr das?

00:17:40: Also ich finde es sehr cool, weil man denkt sich so, ja, ich bin gerade erst ein, zwanzig.

00:17:44: Man hat noch so viele Möglichkeiten und so viel Zeit, noch Sachen auszuprobieren.

00:17:48: Aber gleichzeitig denke ich mir, boah, es gibt so viel Auswahl.

00:17:50: Wie soll man da jetzt eine gute Entscheidung für einen treffen?

00:17:54: Ich glaube, man kann in sehr viele Bereiche reinwachsen.

00:17:56: Deswegen gibt es wahrscheinlich gar nicht die perfekte Entscheidung, aber ich nehme es auch gerade, als überfordert war.

00:18:01: Ja, wie sieht es aus bei dir, Fena?

00:18:03: Ich finde es auch sehr herausfordernd, so jetzt zu finden, was man hoffentlich dann ja für immer macht.

00:18:10: oder nochmal wechseln, aber es ist schon eine große Entscheidung, vor der man dann irgendwie steht.

00:18:14: Aber ist das so dieser Anspruch dann auch irgendwas für immer zu machen?

00:18:19: Ich glaube bei mir nicht so, aber ich würde schon gerne was machen, was aufeinander quasi aufbaut und das ist schon für mich persönlich irgendwie schwer, da was zu finden.

00:18:31: Wobei an dieser Stelle auch noch mal der Hinweis in der letzten Folge hatten wir Ulrike zu Gast, einundsechzig, die sich immer wieder neu erfunden hat innerhalb ihrer Arbeit.

00:18:40: Und es ist nie zu spät, ne?

00:18:43: Also, das nur noch mal.

00:18:45: Okay, wenn ihr eure Zeit beim AWO-Kreisverband Biele fällt.

00:18:51: Zum Schluss.

00:18:52: In drei Wörtern beschreiben wollen würdet.

00:18:55: Jetzt gibt's noch mal eine Kniffelaufgabe zum Schluss.

00:18:58: Was würdet ihr sagen?

00:19:00: Ich würde sagen, es war aufregend, lehrreich und sehr herzlich.

00:19:06: Ich würde sagen, es war vielfältig, herzlich und stark.

00:19:11: Und mit Stark meine ich vor allem eigentlich die Klientinnen, die alle sich so gut integriert haben und so.

00:19:19: Tolle Abschlussworte.

00:19:20: Vielen, vielen Dank, dass ihr eure Erfahrungen geteilt habt und alles Gute für euren Weg, wo immer ihr auch hinführt.

00:19:26: Ich bin gespannt.

00:19:28: Dankeschön.

00:19:29: Danke.

00:19:30: Das war Hörber Mensch, ein Podcast der Avobilefeld.

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