Sprachcamps, Mehrsprachigkeit und Mut – mit Kinga Köller

Shownotes

In dieser Folge „Hörbar Mensch“ ist Kinga Köller zu Gast. Die 37-Jährige leitet die Sprachcamps für Kinder mit Zuwanderungsgeschichte und bringt dabei nicht nur fachliche Expertise, sondern auch ihre ganz persönliche Erfahrung mit. Kinga erzählt von ihrem Weg aus Polen nach Deutschland, den Herausforderungen beim Sprachenlernen und den Hemmungen, die sie – wie viele andere Menschen gleichermaßen – dabei erlebt hat. Offen und ehrlich berichtet sie, wie sie selbst erst lernen musste, sich zu trauen und warum genau das heute ihre Arbeit prägt.

Im Gespräch geht es um die Bedeutung von Sprache als Schlüssel zur Teilhabe, die Realität von mehrsprachig aufwachsenden Kindern und die wichtige Rolle, die sie oft in ihren Familien übernehmen. Außerdem gibt Kinga spannende Einblicke in die Sprachcamps: Wie sie organisiert werden, wie Kinder dort spielerisch Deutsch lernen und warum Theater, Freizeit und Gemeinschaft dabei genauso wichtig sind wie der Unterricht selbst.

Transkript anzeigen

00:00:05: Hörbar

00:00:06: Mensch, ein Podcast des AWO-Kreisverbandes Bielefeld.

00:00:22: Heute zu Gast?

00:00:23: Kinga Köhler Alter.

00:00:25: Siebenundretzig Bei der AWO arbeite ich als Projektleitung bei den Sprachkerns Klasse fünf bis acht.

00:00:34: AWO ist ein Chancegeber Ein Ort die mir Chance gibt mich weiterzuentwickelt und den Kindern zu helfen

00:00:45: Und Ich bin

00:00:46: Und ich bin jemand, der diese Chance nutzt.

00:00:51: Kinga!

00:00:51: Ein ganz herzliches Willkommen zu deiner Folge.

00:00:54: Hörbermenschön, dass du da bist.

00:00:56: Ja, ich freue mich auch.

00:00:58: Kenga bei uns geht es heute auf jeden Fall um das Thema Sprache.

00:01:02: Das ist schon mal ganz klar.

00:01:04: Was würdest Du sagen?

00:01:05: Was ist Sprache für Dich?

00:01:07: Sprache Für mich ist ein Mittel... für Kommunikation und ist auch ganz wichtig in dem Leben, weil das ist auch so eine Verbindung zwischen Menschen.

00:01:19: Total!

00:01:19: Du bist ja selbst im Pulen geboren?

00:01:22: Deutsch ist nicht deine Muttersprache.

00:01:25: Richtig.

00:01:26: Wie hast du Deutsch gelernt?

00:01:27: Erzähl doch ein bisschen von deiner Geschichte bevor wir überhaupt zu deinem Job beim Avokaisverband Bielefeld kommen.

00:01:34: Die Geschichte ist etwas länger und etwas auch komplizierter aber Ich versuche das kurz zusammenzufassen.

00:01:43: Ich bin seit Jahrzehnte, ich bin nach Deutschland gekommen direkt nach meinem Studiumabschluss in Polen, habe mich entschieden nach Deutschland zu kommen und einen neuen Arbeitsweg zu suchen.

00:02:02: Und Deutsch habe ich natürlich in Polen in der Schule gelernt.

00:02:08: Damals war das meine zweite Sprache, also die zweite Sprach, die ich gelernt habe.

00:02:13: Es war irgendwie die Sprache ... die ich tatsächlich nicht mochte.

00:02:18: Ach so!

00:02:19: Das war das Witzige weil... Ich hab's zwar gelernt und ich konnte auch wen... Also in der Schulle war es sogar gut, da habe ich gute Notten bekommen Aber ich mochte das Akzent nicht und ich dachte, das Traum ist sowieso nicht.

00:02:34: Wenn ich nach Deutschland komme, die Sprache zu benutzen.

00:02:39: Das war auch so als ich nach Deutsch kam.

00:02:41: Ich hab mich nicht getraut auf Deutsch zu reden.

00:02:45: Und ich habe versucht immer, das zu vermeiden und Englisch zu sprechen.

00:02:52: Weil ich dachte egal was ich sage es klingt sowieso falsch!

00:02:56: Das war dann am Anfang bei mir so Und ich habe zwar Deutsch in Polen gelernt, aber wenn man dann in den Land schon angekommen ist und die Sprache benutzt, sind das zwei unterschiedliche Wälder.

00:03:12: Was wir lernen und was es tatsächlich gesprochen wird und wie das gesprochen wird.

00:03:18: Da würde mir bewusst, dass ich ja nochmal lernen muss!

00:03:23: Ich hab angefangen erst bei der Arbeit... Ich habe zwar studiert, aber ich habe unterschiedliche Arbeit angefangen ohne Deutschsprachkenntnisse und hab mich auch auf einen Sprachkurs angemeldet um das zu verbessern.

00:03:43: Nach der Arbeit bin ich zur Sprachschule gefahren und Deutsch gelernt und es war besser und besser, aber es hat echt wirklich Zeit genommen, dass ich mich einfach öffne.

00:03:53: Und dann an den Anfang gezusprechen.

00:03:56: Genau!

00:03:59: meinen jetzigen Mann kennengelernt.

00:04:02: Er ist auch Deutsch und er hat mir auch geholfen, also dann habe ich meine Freunde, deutsche Freunde durch ihm kennengelernen die auch die Sprache ganz nur... Also die mich nicht gesehen haben dass ich auf das falsch ausspreche sondern anders.

00:04:20: sie haben wir so irgendwie irgendwie immer so Power gegeben.

00:04:25: du kannst das Und dann habe ich mich geöffnet und irgendwann ging das.

00:04:30: Ja,

00:04:31: genau!

00:04:32: Das war den Anfang, dass sich denn Deutsch angefangen zu sprechen.

00:04:38: Ich hatte aber wirklich gedauert bei zwei Jahren in dem Land, wo ich wirklich ... Ich konnte verstehen die Leute... Aber ich konnte mich nicht öffnen, das war schwierig für mich.

00:04:49: Es hat ja auch eine Menge mit Hemmung zu tun, ne?

00:04:52: Und ich glaube gerade wenn du diese Erfahrung selbst gemacht hast bist du ja wahrscheinlich einfach total perfekt dafür, anderen Menschen die Sprache nahezubringen.

00:05:03: Eben weil du weißt wie schwer es ist sich einer neuen Sprache zu öffnen oder?

00:05:10: Ja das stimmt.

00:05:11: deswegen dass es mir sehr wichtig.

00:05:14: ich finde die Unterstützung die jetzt gerade den Kindern auch angeboten wird ist total super.

00:05:22: wirklich das hätte ich mir damals gewünscht aber in deinem Alter, nach dem Studium als Erwachsener war das anders.

00:05:33: Ich finde es super, dass die Kinder die Möglichkeit haben, die wir von unter anderem durch Sprachkäms ermöglichen.

00:05:41: Genau und da sind wir ja dann auch bei deinen Job beim AWO-Kreisverband im Bielefeld.

00:05:46: Du leitest da die Sprachkäms für die Kleinen?

00:05:49: Erzähl doch mal bitte was denn da deine Aufgaben.

00:05:52: wie funktionieren diese Sprachcams?

00:05:56: Sprachcamps ist ein Projekt, die durch Stadt Bielefeld auch gefördert wird.

00:06:04: Zielgruppe sind alle Kindern, deren Muttersprache nicht deutsch ist oder mit Zuwanderungsgeschichte sind.

00:06:15: Wir organisieren zwei Sprachcamps in den Sommerferien und zwei Sprachtcamms in den Herbstferien.

00:06:22: In den Sommerfernien, also jeweils zwei Wochen Und ganze Herbstferien, auch zwei Wochen.

00:06:28: Einkämpf ist für vierzig Kinder geplant und das heißt, geplant sind auch circa hundertsechzig Kinder im Jahr die zu uns bei uns teilnehmen.

00:06:42: Organisation vielleicht fange ich erstmal von Organisationen und dann wie das wirklich ein Sprachkampf aussieht.

00:06:49: Organisation sieht so aus.

00:06:50: mein Aufgaben sind das Projekt zu organisieren und planen.

00:06:55: Ich war auch an von so einem Staat treffen.

00:06:59: Ich treffe mich immer am Anfang des Jahres mit den Mitarbeitern der Sprachkäms, weil ein Sprachkäms hat sechs Mitarbeiter.

00:07:09: Da sind die Fachkräfte und die Pädagogen, die im Camp vor Ort arbeiten.

00:07:17: Und wir planen Teams.

00:07:21: zusammen legen wir auch Standorte, wo wir Sprachkems führen möchten und besprechen wir wichtige Planungen wie wir weiter vorgehen.

00:07:34: Und nachdem wir uns entschieden für Standort in Bielefeld weil das Projekt ist für Raum Bielefield geplant.

00:07:43: Suchen wir einen passenden Standort, eine passende Schule.

00:07:46: Die wird es für ein Standort im Sprachkäms nutzen und zwar wenn das alles gefällt ist dann stellen mir natürlich Fragen in die Schulleitung.

00:07:57: ich stelle die Frage, ich stlle die passenden Anträge anstatt Bielefeld Und machen wir den Standorte fest und dann fallen wir mit Werbung

00:08:07: an.

00:08:08: Ich bereite die Flyer und Plakate vor Und die werden natürlich verteilt.

00:08:16: Die Mitarbeiter sind auch aktiv und helfen bei der Werbung.

00:08:21: Ich verschicke die Werbung an allen Bielefelderschulen und kommuniziere mit Schulsozialarbeiter gerne, mit IK-Klassenlehrer in Bielefeld Und irgendwie müssen wir kommen an die Teilnehmer.

00:08:36: Es ist auch nicht immer so einfach, die Werbung ist rausgeschickt und wie das so ist manchmal bleibt irgendwo zur Seite geschoben je nachdem wie viel in der Schule los ist was man dann verstehen kann.

00:08:53: aber meine Aufgabe ist immer dann nachzufragen und dass das wirklich an die händelnden richtigen passenden Kinder ankommt Und dass die Chancen haben, sich anzumelden.

00:09:05: Dazu ist auch EK-Klassen oder EK Klassen, Lehrer und Schulsozialarbeiter, den uns unterstützen, die das Projekt den Kindern vorstellen und anmelden, Formular helfen aufzufüllen.

00:09:21: Genau!

00:09:22: Das ausgefüllte Formulare kommen darum zurück zu mir... Und ich stelle die Camps in die Liste, sende ich an die Mitarbeiter und dann können sie schon mal das Camp zu planen.

00:09:36: Du hast eben von den IK-Klassen gesprochen?

00:09:38: Das sind die Integrationsklassen?

00:09:40: Ganz

00:09:41: genau!

00:09:42: Vielleicht magst du uns mal ein bisschen erzählen was für Kinder sind in den Sprachcamps?

00:09:48: welche Geschichten begegnen euch da auch bei eurer Arbeit, weil es sind ja nicht nur Kinder die die Sprache lernen wollen sondern die auch schon eine Geschichte haben.

00:09:58: Ganz genau.

00:10:00: Sind ja auch unterschiedliche Kinder.

00:10:02: Es gibt Kinder die ganz neu in Deutschland sind, die überhaupt kein Wort auf Deutsch sprechen können.

00:10:12: Und wenn die dann nach Deutschland kommen, die werden natürlich zu ihnen eine Schule angemeldet und dann den entsprechenden EK-Klasse.

00:10:24: Da wo der K-Klass ist dazu auch gar nicht für Kinder, die kein Deutsch sprechen oder denen die Muttersprache nicht deutsch ist.

00:10:33: Bei uns ist es halt so dass wir dann entweder die Kinder haben, die wirklich keine Sprachen können die schon, sagen wir mal so ein, zwei Jahre in Deutschland sind oder sogar länger.

00:10:47: Es gibt auch welche... Die Familie spricht natürlich intern Muttersprache.

00:10:56: In Familie wird Muttersprüche gesprochen und dadurch ist das bei den Kindern so dass sie dann auch meistens in den Ferien deswegen des Projekts in den ferien gemacht, dass sie viel vergessen beim Ferien Weil es wird zu Hause Deutsch gesprochen.

00:11:12: Und wenn die dann wieder zur Schule nach den Ferien kommen, haben auch natürlich die Lehrkräfte wieder Schwierigkeiten das unter sich weiterzuführen weil es wird ganz viel vergessen bei dem Ferien.

00:11:26: Ja und ich stelle mir das auch schwierig vor wenn in deiner Familie eben deine Muttersprache gesprochen wird.

00:11:33: du lernst aber gerade Deutsch und irgendwann weißt Du ja gar nicht mehr In welcher Sprache.

00:11:39: bin ich hier jetzt eigentlich auch noch zu Hause, ne?

00:11:42: Oder soll ich auch Zuhause sein.

00:11:44: Das ist ja auch gerade für die Kleinen, könnte ich mir vorstellen schon mal verwirrend oder?

00:11:49: Das ist so richtig verwirrend!

00:11:53: Ich kenne das nicht nur von Sprach-Gemste, sondern auch von ganz privaten Geschichten und meinen Freunden aus Bollen, in denen die Kinder hier auch zur Schule gebracht haben.

00:12:07: Das Kind, sobald die Tür zu Hause beitritt.

00:12:12: Die Familie besteht z.B.

00:12:15: mit beiden Mami und Papa aus Polen oder der Ukraine oder aus der Türkei.

00:12:25: Dort wird zum Beispiel die Muttersprache gesprochen.

00:12:28: Das Kind stellt sich automatisch um und spricht zuhause die Muttersprache.

00:12:35: von denen und sobald Freunde zu Besuch kommen aus der Schule, versucht sich direkt umzustellen.

00:12:43: Und manchmal ist das eine Mischsprache.

00:12:45: Ja genau!

00:12:46: Manchmal hört man das ja auch irgendwie in der Bahn oder so und dann denkst du wow, das ist wirklich so ein...ja einfach so ein Mischmarsch?

00:12:55: Dann frage ich mich immer, in welcher Sprache denkt man denn wohl?

00:13:01: Tatsächlich beides, das kann ich aus meiner Erfahrung sagen.

00:13:05: Wie verrückt

00:13:06: ist das?

00:13:07: Das

00:13:07: ist wirklich verrückt.

00:13:08: also am Anfang war es nicht so.

00:13:10: dann habe ich auch nur polnisch gedacht.

00:13:13: aber jetzt sobald ich länger hier bin sind jetzt gerade vierzehn Jahre.

00:13:20: manche Sachen denkt man wirklich in Deutsch und manchmal doch in der Muttersprache.

00:13:29: Das ist sehr interessant.

00:13:30: Und für den Kindern ist das noch interessanter, da sie hier zur Schule gehen und da wird nur Deutsch gesprochen und die verstehen das nicht wenn die dann Hause kommen und die Eltern sprechen dann die Muttersprache.

00:13:46: Die verstehen nur dass sie sich umstellen müssen aber einfach.

00:13:52: ich finde sogar wenn sie länger in Deutschland sind Einfach für die, wer dann Deutsch zu Hause sprechen.

00:13:59: Aber ich verstehe auch die Eltern.

00:14:01: Die möchten auch die Muttersprache gepflegt werden und dadurch dass Kinder schnell lernen, die denken sprechen wir zuhause auch weil sie kennen auch meistens meiste Familie kennen auch kein Deutsch.

00:14:13: das ist nicht so dass die dann die Eltern direkt auch zur Sprachkurs gehen.

00:14:18: Das ist auch meisten so dass sie dann auch Zuhause nur die Muttersprache sprechen

00:14:25: Was für die Kinder ja ganz häufig auch bedeutet, dass sie helfen müssen.

00:14:30: Also gerade was so sprachliche Themen angeht, dass Sie die Eltern unterstützen können wie auch immer.

00:14:38: Für viele Kinder ist das toll für viele Kinder und es aber auch eine Überforderung.

00:14:42: Wie nimmst du das wahr?

00:14:44: Wie sind deine Erfahrungen im Austausch mit den Kindern?

00:14:47: Also das Kind hat viele Funktionen, wenn man Deutsch kennt.

00:14:56: Man nimmt die auch mit zum Amtterminer zu irgendwelchen Formularen auszuführen selbst bei unseren Anmeldungen.

00:15:08: Das ist so dass die Eltern verstehen dich was sie dann tatsächlich sich ausfüllen müssen unterscheiden müssen Und das wird von dem Kind ausgefüllt.

00:15:19: oder wird gesagt, das bedeutet das und das.

00:15:23: Oder ich schreibe das aber von fünfter bis achte Klasse.

00:15:26: Ja, das geht noch auch so bei mir.

00:15:29: Die Kinder sind nicht ganz klein deshalb können die ganz viel selber auszufüllen oder die hinzuweisen.

00:15:36: Aber es ist wirklich so dass sie dann viele viele Funktionen haben und das für die auch schwierig ist.

00:15:45: Ja, das kann ich mir vorstellen.

00:15:47: Und entsprechend versucht ihr ja auch in den Sprachcams so spielerisch wie möglich mit den Kindern vorzugehen und ihnen die Sprache nahezubringen?

00:15:57: Wie macht ihr das?

00:15:59: Die Ferienalgemein bedeutet für Kinder auch Freizeit und uns spielen.

00:16:07: Das ist normal und jeder kann das verstehen.

00:16:10: Und deshalb ist es bei keinem Sinn wenn wir dann zwei Wochen nur Deutschunterricht anbieten.

00:16:20: Und ich finde, das hätte wahrscheinlich keinen Erfolg gehabt.

00:16:26: Wenn Kinder würden sie nicht anwählen können, dann werden die wahrscheinlich gezwungen von Eltern, dass die daran teilnehmen.

00:16:36: Aber bei uns ist halt so, dass ... Wir haben im Team, weil ich koordiniere das Ganze und bin ja nicht vor Ort Außer, dass ich die Sprachkampfbesuche und mir ein Feedback nach dem Sprachkämpfsholle.

00:16:51: Vor Ort sind die pädagogische Fachkräfte bei uns und sind zwei Deutschunterricht-Lehrer, sind zwei Theaterpädagogen und zwei Freizeitpädagogen.

00:17:03: Und den ganzen Tagesablauf wird so strukturiert, dass die Kinder nicht nur in Deutschunterrichten sitzen sondern auch Freizeiten durch die Spiele Deutsch lernen Freizeitangebote haben und auch Theaterstuck üben, was am Ende auch vorgestellt wird.

00:17:22: Und die Eltern eingeladen werden... Das ist

00:17:25: voll, das ist ja

00:17:26: richtig toll!

00:17:27: Da sehen die, was sie dann die Zeit gemacht haben, was die gelernt haben.

00:17:31: durch Spaß wird Deutsch gelernt.

00:17:34: Ja.

00:17:34: Und dadurch haben wir die Teilnehmer gewinnen und die, die gerne zu uns kommen gehen.

00:17:43: Ja, das finde ich toll und es baut ja auch noch mal die Hemmungen ab.

00:17:47: Wenn du ein Theaterstück aufführst dann musst du ja auch nach draußen gehen.

00:17:51: Du wirst gesehen, du wirst gehört Und wenn das in einem spielerischen Rahmen passiert Das stehe ich mir schon toll vor.

00:17:59: Ganz genau.

00:18:00: Es gibt's auch weil... Ich bin auch meistens am letzten Tag dort Ich schaue mir das Theaterstuck.

00:18:09: Manchmal singt man die Kinder, aber das hat auch nicht mit Sprache immer zu tun.

00:18:14: Es gibt auch Kinder, die sich auch nicht auf die Bühne einfach trauen.

00:18:19: Das war immer so.

00:18:21: Aber manche will dann sich trauen Deutsch zu sprechen... Und selbst wenn die am Anfang nur zwei, drei Wörter gesprochen haben wie sie heißen.

00:18:32: Das ist echt schön zu sehen dass sie dann richtige Aufgaben haben.

00:18:36: Die stehen auf der Bühne und sind mittel drin und zeigen das was sie in dieser Zeit gelernt haben.

00:18:43: auch nicht gelernt aber auch beides Weil das Sprachkampf ist auch nicht nur dieses drückte Deutsch, sondern durch auch Freundschaftsknupfen, die dann ganz viele andere Kinder kennenlernen.

00:18:59: Dann müssen sie sich auch unterhalten und es ist auch immer nicht englisch oder die Muttersprache.

00:19:06: Es sind unterschiedliche Sprachen, die die dann sprechen um sich zu kommunizieren.

00:19:12: Ja, es ist wirklich super!

00:19:13: Und ich habe mich gerade so gefragt, als du es erzählt hast was das wohl mit dir macht?

00:19:19: Weil du ja nun eben auch die Geschichte hast, ne?

00:19:22: Du hattest nicht deine Muttersprache.

00:19:23: Du hast das gelernt, du hast dich erst nicht getraut.

00:19:26: und dann zu sehen wie die Kleinen sich auch entwickeln bzw.

00:19:31: das Ganze ja auch mit geplant haben und ihnen geholfen zu haben... Was macht es mit dir?

00:19:38: Ich finde das toll!

00:19:39: Ich finde toll dass die Kinder diese Möglichkeit haben weil ich hätte mir das auch damals gewünscht Und das ist sehr wichtig, weil wenn man in fremden Land ankommt erst mal ist man eingeschüchtert und trauen sich nicht will oder man fühlt sich etwas alleine.

00:20:01: Weil die Sprache ist so wichtig!

00:20:02: Wenn man die Sprachen kennt, dann fühlt es sich angekommen.

00:20:06: Sobald man die sprachen nicht kennt, zur Seite oder man dort machte das von der Seite.

00:20:15: Und man kann nicht alles zeigen, was man eigentlich kann.

00:20:18: Von daher ist es für mich sehr wichtig dass die diese Möglichkeit hier haben und sich das organisieren können.

00:20:25: Das ist perfekter Aufgabe für mich finde ich weil ich das meistens verstehen kann.

00:20:32: Eben genau das denke ich auch und du beim Avocasverband Bielefeld zeigen kannst was du kannst is ja auch toll ne?

00:20:39: Ich finde, ja.

00:20:41: Deshalb habe ich am Anfang auch gesagt, dass Arbeit für mich eine Chance gibt.

00:20:46: Weil ich sehe das so... Ich weiß es ist mein Deutsch nicht so perfekt.

00:20:52: Es wird auch nicht sein.

00:20:55: aber als ich nach Deutschland kam, ich hatte auch meinen Studiumabschluss im sozialen Bereich und in Soziologie mit Schwerpunktsoziale Arbeit Das war mein Traum oder auf jeden Fall meinen Traum einfach in meinem Beruf zu arbeiten.

00:21:17: Und ich habe nie gedacht, dass ich ja einen fremden Land das Möglichkeit habe dort zu arbeiten.

00:21:25: und die AARVOR.

00:21:27: bei einem Anfang ist man eingeschüchtert und wir alles perfekt haben auch was die Sprache angeht und man möchte das einfach perfekt aussprechen sonst fühlt man sich nicht zu hundert Prozent perfekt, sagen wir mal so.

00:21:42: Ja und die Afo hat mir das ermöglicht dass ich dann einfach anfangen kann und zeigen was ich machen kann obwohl meine Deutschkenntnisse nicht so auch am Anfang noch schlechter waren als jetzt.

00:21:57: und daher ich finde die haben mit wirklich Chance gegeben mich weiterzuentwickeln.

00:22:03: Und Kinga du musst überlegen also Du bist in ein fremdes Land gekommen, du hast die Sprache komplett neu gelernt.

00:22:10: Ich persönlich kann nicht ein einziges Wort polnisch.

00:22:15: Da denke ich immer wenn Leute sagen ach ich spreche nicht so gut Deutsch wow ihr lernt gerade eine komplett neue Sprache und das als Erwachsene.

00:22:24: also in meinen Kopf geht nicht mehr wahnsinnig viel rein.

00:22:26: ich sage es ganz offen

00:22:29: Ja, das ist jetzt gerade nach... Am Anfang war es so schwierig.

00:22:34: Das stimmt aber Jetzt ist auch so ein Punkt.

00:22:39: also ich überlege mir immer noch weil erst die vierzehn Jahre hier bin ist noch nicht Hälfte meines Leben Aber bin schon näher dran.

00:22:51: Und man denkt sich einfach was man dann erreicht hat.

00:22:57: Man muss halt die neue Sprache lernen, dann muss man auch lernen wie man in diese Sprache denkt oder kommt das automatisch wie wir schon gesagt haben.

00:23:07: Und dazu den Beruf üben und was man dann auch in anderen Land gelernt hat.

00:23:15: Das ist alles ganz schön viel!

00:23:17: Das klingt auch viel und es ist auch so... Es ist auch nicht immer möglich das zu machen Aber ich finde, meine Möglichkeit die ich bekommen habe ist ganz schön.

00:23:32: Deswegen... Ich versuche das auszunutzen und mich vielleicht weiterzuanwickeln!

00:23:40: Ich find es wahnsinnig bewundernswerte und ich finde es ganz toll dass du genau das jetzt auch weitergeben kannst.

00:23:46: Kinger, ich danke dir erstmal, dass Du Eindrücke geteilt hast und Deine Erfahrungen geteilteist und wünscht dir alles Gute.

00:23:55: Dankeschön, dass du da warst!

00:23:57: Danke auch, hat mich gefreut.

00:23:59: Das war Hörber Mensch ein Podcast der Avobilefeld.

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