Die Krisenoptimistinnen - mit Caro Rajski und Aischa Azem

Shownotes

In dieser Episode von „Hörbar Mensch“ sind Aischa Azem und Karoline Caroline Rajski zu Gast – engagierte Mitarbeitende beim AWO-Kreisverband Bielefeld. Aisha als Einrichtungsleitung und Caro in der direkten Klientenbetreuung berichten von ihrem Arbeitsalltag im ambulant betreuten Wohnen und den Herausforderungen, die sie dort meistern.

Aischa gibt Einblicke in ihre Rolle, in der sie das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden fördert und die Einrichtung aktiv gestaltet. Caro schildert, wie erfüllend ihre Arbeit mit jungen Klienten ist, die aus unterschiedlichen Lebenslagen kommen. Beide betonen die Bedeutung eines positiven Arbeitsumfeldes und einer vertrauensvollen Teamdynamik. Sie diskutieren die Notwendigkeit, Humor, Offenheit, Kreativität und Flexibilität in ihrem Beruf zu leben und welche Rolle die beziehungsorientierte Arbeitsweise spielt, um Klienten in Krisen zu unterstützen.

Im Gespräch kommen auch persönliche Geschichten zur Sprache, darunter die berührende Entwicklung einer Klientin mit Depressionen. Aischa und Caro, die sich selbst als „Krisenoptimistinnen“ beschreiben, zeigen, wie sie trotz schwieriger Umstände Zuversicht bewahren und an der Weiterentwicklung ihrer Einrichtung arbeiten. Ihre Leidenschaft und Hingabe machen diese Episode zu einem inspirierenden Einblick in die soziale Arbeit.

Transkript anzeigen

00:00:05:

00:00:07: Ein Podcast des AWO-Kreisverbandes Bielefeld.

00:00:21: Heute zu Gast?

00:00:35: Ich arbeite bei der AWO als Einrichtungsleitung und von einer Qualifikation her bin ich Diplompädagogin.

00:00:43: Ich bin Teamleitung im Ambevo Achtzehn Plus, der Hilfe für junge Volljährige und Bin-Heil-Pädagogin.

00:00:51: AWO ist Für mich ein wunderbarer Ort zum Arbeiten, zum Entfalten und um kreativ zu sein.

00:01:00: Die AWO isst für mich einen Raum für Entwicklung – sowohl für die Mitarbeitenden als auch für die Klientinnen.

00:01:08: Und ich bin Sehr neugierig, ich bin vertrauensvoll in erster Linie.

00:01:19: Ich bin kreativ, krisensicher und flexibel!

00:01:26: Eiser Karo herzlich willkommen zu eurer Folge.

00:01:29: herber Mensch, schön dass ihr da seid.

00:01:31: Dankeschön

00:01:32: Danke für die Einladung.

00:01:34: Sehr sehr gerne Ihr zwei, ihr arbeitet im ambulant betreuten Wohnen des AWU Kreisverbandes Bielefeld.

00:01:41: Was würdet ihr sagen?

00:01:43: Wie gestaltet sich euer Arbeitsalltag?

00:01:45: Alter, Magst du vielleicht mal anfangen.

00:01:47: Ja ich bin ja bei der AWU als Einrichtungsleitung für das Amuland betreute Wohnen und das heißt... Ich bin nicht mehr so tief im operativen Geschäft.

00:01:58: Meine Aufgabe ist eine andere.

00:02:01: Ich bin ganz, ganz wenig in der Kundenversorgung nur ausnahmsweise und ich kümmere mich tatsächlich in erster Linie um die Mitarbeiterschaft, um die Mitarbeiterinnen und deren Entwicklung.

00:02:15: Darum dass sie für ihre Arbeit, für die Klientenbetreuung den richtigen Rahmen haben?

00:02:22: Genau!

00:02:23: Und Karo bei dir ist es anders.

00:02:24: du arbeitest richtig an der Basis?

00:02:27: Ja mit einem Anteil meiner Stelle betreue ich noch direkt Klientinnen und KlientInnen vielleicht muss man so vorab sagen Sammlampetreute wohnen, teilt sich in drei Bereiche auf.

00:02:37: Einmal in die siebensechziger Hilfe für Menschen, die soziale Schwierigkeiten haben und von Wohnungslosigkeit und oder von Wohnungslosigkeit betroffen sind dann im Bereich der Eingedrungshilfe nach SGB IX das sind eben Menschen die aufgrund von Erkrankungen Behinderung ja bei der Teilhabe Unterstützung benötigen.

00:02:57: und einmal eben meinem Bereich die Hilfe für junge Volljährige die eben achtzehn bis ein zwanzigjährige betrifft.

00:03:04: Und zu meinem Arbeitseitag gehört sowohl eben auch die ganze Organisation des Teams, der Kontakte zum Jugendamt, Hilfeklangespräche, Erstgespräche Anfragen, Koordinierung aber eben auch noch die Betreuung der jungen Leute.

00:03:23: Ihr habt ziemlich breites Feld an Arbeit.

00:03:27: wenn ich mir das so vorstelle was würdet ihr sagen?

00:03:31: Was ist für euch So dieser Grund, morgens aufzustehen wenn ihr jetzt an die Arbeit denkt.

00:03:39: Was ist das was euch so richtig motiviert?

00:03:42: Für mich ist es eben der Mix aus tollen Kollegen einem wirklich super Team Aber eben auch ein Teil der Entwicklung dieser jungen Leute zu sein.

00:03:53: Und das kein Tag dem anderen gleicht, also es ist jeder Tag eine Wundertüte und das macht's manchmal auch anstrengend weil man kann sich ganz viel vornehmen und am Ende des Tages kommt alles noch mal anders aber eben so direkt mit den Menschen zusammenzuarbeiten und gemeinsam was zu bewirken ist schon wirklich toll.

00:04:11: Ja Aisha du hast genickt die ganze Zeit ne?

00:04:15: Also ich finde die Möglichkeit, wunderbar selber zu gestalten und der Einrichtung ein Profil zu geben.

00:04:22: Diese Einrichtungen so wie sie jetzt ist mit den drei Abteilungen, die Karo auch beschrieben hat, die gibt es seit Jahrzehnt zwölf.

00:04:32: in der Zeit zwischen zwei Jahrzehn Zwölf und zwanzig sechsundzwanzig ja ist die eine oder andere Abteilung dazu gekommen.

00:04:39: gestartet sind wir mit einem kleinen Team Und uns ist da sehr, sehr viel Vertrauen entgegen gebracht worden.

00:04:48: Die Einrichtung so wie sie jetzt ist – die haben wir gemeinsam entwickelt – Karo war fast von der ersten Stunde an dabei.

00:04:55: Ich glaube du bist bis zum Jahr zwanzig vierzehnt dazugestoßen?

00:04:58: Genau und in der Zeit hat sich wahnsinnig viel getan und es wäre nicht passiert wenn wir nicht dieses Vertrauen genießen würden und dieses selber gestalten.

00:05:11: ich glaub Da spreche ich auch für dich mit Karo.

00:05:13: Das macht uns wahnsinnig viel Spaß, also wir mögen das total und wir sind da initiativ und kreativ Und du hast eben beschrieben wo wir heute stehen, zwanzig sechsundzwanzig Mit drei Abteilungen mit fünf Teams und das ganze wird sich weiterentwickeln und darauf freuen wir uns total.

00:05:34: Ich muss immer so ganz fasziniert zu euch rüber gucken weil ihr guckt euch so vertrauensvoll an.

00:05:43: Das ist auch eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit, die wir so haben.

00:05:46: Und ich glaube, obwohl wir inzwischen auch so groß geworden sind als Bereich schon noch etwas sehr, sehr familiäres – Wir konnten uns das sehr gut beibehalten!

00:05:59: Ich glaube es macht uns als Arbeitsbereich auch aus.

00:06:02: Also man kann auch, egal in welchem Team man arbeitet.

00:06:05: Man kann in jedes Büro rein stolpern und eine Frage stellen.

00:06:08: Und man ist irgendwie nie Fehler am Platz.

00:06:11: Es ist immer einer da der sich dann Zeit nimmt.

00:06:14: Ich bin schon wirklich froh dass wir uns das so beibehalten konnten trotz aller Krisen und diesem ganzen Wachstum der letzten Jahre, dass das so geblieben ist.

00:06:25: Seid ihr stolz auf das was ihr geschafft habt?

00:06:28: Ja kurz und knapp!

00:06:32: Ich schließe mich immer.

00:06:33: Ja,

00:06:34: schön wunderbar!

00:06:35: Ihr trefft auf wahnsinnig viele unterschiedliche Menschen.

00:06:39: Was muss man mitbringen um bei euch zu arbeiten?

00:06:43: Humor.

00:06:44: Aha, das ist so schön.

00:06:47: Aus Dauer.

00:06:49: Eine Offenheit sich erstmal auf jeden noch einlassen zu können.

00:06:54: Ein gutes Gefühl für die eigenen Bedürfnisse, die nicht zu sehr im Vordergrund gestellt werden sollten, sonst können wir uns nicht einlassen auf diese sehr, sehr unterschiedlichen Menschen mit denen wir arbeiten.

00:07:07: und ganz viel Kreativität und Flexibilität.

00:07:10: Das sind das für Geschichten von Menschen, mit denen ihr befasst seid?

00:07:16: Also jetzt in Bezug auf eben die Hilfe für junge Volljährige – das ist eine ganz große Bandbreite, das sind junge Menschen die psychische Erkrankungen haben, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind.

00:07:30: Die eine ganz lange Jugendhilfe-Historie schon hinter sich haben... ...die auch irgendwie ganz oft aus diesen ganzen Rastern gefallen sind.

00:07:38: Also wir haben auch einige, die so klassisch als Systemspränger benannt werden, die aber in diesem offenen ambulanten System dann doch funktionieren weil der Rahmen nicht so star ist.

00:07:49: Genau!

00:07:49: Dann haben wir einfach junge Menschen die ich, sei es jetzt ganz umgangssprachlich, Pech hatten.

00:07:55: Wo Eltern Teile verstorben sind, die dann plötzlich mit im Abitur steckend irgendwie eine Wohnung auflösen mussten und er beantreten mussten.

00:08:04: Wir haben schon die wildesten Sachen gemacht also bis hin zu einer dominikanischen Botschaft in Amsterdam Wenn nicht mal mit der Klientin gefahren.

00:08:12: wir haben auch schon Haus verkauft Ach was?

00:08:16: Und wir lernen jeden Tag neu, weil man kann sich darauf ehrlich gesagt nicht immer so vorbereiten.

00:08:22: Wahnsinn!

00:08:23: Du hast gerade gesagt dieser Nicht-so-engere Rahmen ist für viele wichtig.

00:08:28: Aysha, vielleicht kannst du diesen Rahmen überhaupt noch mal erklären.

00:08:32: Was ist eure Hilfestellung?

00:08:33: in welchen?

00:08:35: Bereichen gibt ihr eine konkrete Hilfestellung?

00:08:38: Ja, wir gucken als erstes wo der einzelne die Einzelne steht und das ist eben total unterschiedlich.

00:08:46: Je nach Biografie je nach Geschichte je nach Behinderung je nach Einschränkung je nach sozialer Problemlage.

00:08:55: Und dann gucken wir, was ist als erstes dran.

00:08:58: Das ist so das Wichtigste – wo brennt es jetzt gerade?

00:09:01: Was muss akut gelöst werden, beseitigt werden und das können auch wieder ganz unterschiedliche Dinge sein, dass als Erstes eben der Antrag auf Sozialhilfe gestellt werden

00:09:14: muss.".

00:09:14: Das gilt jetzt nicht für den Bereich der Menschen, die eine Behinderung haben.

00:09:20: Bei denen ist es meistens dann schon gelaufen.

00:09:22: Aber das ist zum Beispiel dran bei Menschen, Die gerade ihre Wohnung verloren haben, gerade ihren Job verloren haben und von Wohnungslosigkeit bedroht sind.

00:09:31: Und da müssen solche Dinge als erstes auf den Weg gebracht werden.

00:09:35: Da hast du ganz viel handfestes Arbeiten gefragt?

00:09:39: Ja,

00:09:40: auf jeden Fall und gute Kenntnisse im Sozialrecht.

00:09:44: allen drei Bereichen wichtig und elementar.

00:09:47: Und beziehungsorientiertes Arbeiten ist auch eines der ganz großen Stichworte für euch, Karone?

00:09:54: Genau also gerade bei den jungen Menschen erreicht man am meisten indem man wie gesagt sich auf sie als Person einlässt.

00:10:03: Man eine gute und vertrauensvolle Arbeitsbeziehung schafft, man am Ball bleibt.

00:10:09: Ein ganz aktuelles Beispiel war ne junge Frau die aufgrund ihrer Depression das Bett nicht verlassen hat.

00:10:15: Und eigentlich die Hilfe, die war ganz doll nötig aber sie konnte sie nicht annehmen und war dann in ihrer Depression manchmal so ja geht doch einfach weg und die Kolleginnen haben sich dann einfach bei ihr in die Tür gesetzt im Türrahmen gesetzt und haben gesagt weißt du was?

00:10:30: ich bin da?

00:10:33: Ich

00:10:33: bastel hier schon mal was und dann wird eine Kollegin Anwender da jedes Mal gebastelt und der jungen Frau dann immer dar gelassen.

00:10:39: nach dem vierten fünften Mai ist die junge Frau aufgestanden und seitdem läuft es.

00:10:44: Aber wir müssen eben diese Beziehung auch manchmal unter Beweis stellen.

00:10:48: Dafür braucht er ja nicht nur sehr viel Kraft, sondern auch eine gute Ausbildung.

00:10:54: Wie seid ihr überhaupt in den Bereich gekommen?

00:10:57: Ich bin tatsächlich über Zufall in diesen Bereich gekommen.

00:11:00: Wie so

00:11:00: viele!

00:11:02: Das ist glaube ich immer so und gerade in unserem Arbeitsfeld.

00:11:07: die Mitarbeitenden haben total bunte Biografien, Arbeitsbiographien.

00:11:12: Das ist bei mir auch.

00:11:13: Ich komme aus der Kinder- und Jugendarbeit.

00:11:15: Da habe ich mal angefangen Und ich bin in einer Zeit mit dem Studium fertig geworden da gab es einfach nicht viele Jobs und bin dann angefragt worden Ja von einem Arbeitgeber und bin da wirklich blind eingestiegen wusste überhaupt nicht was mich erwartet.

00:11:35: geschockt, überrascht und begeistert alles gleichzeitig.

00:11:40: Weil es so eine vielfältige Arbeit ist, weil es eine total herausfordernde Arbeit ist.

00:11:45: Weil diese Arbeit verlangt dass man sich selber gut kennt oder kennenlernen will.

00:11:52: das sagt ich eben schon.

00:11:53: sonst laufen wir in Gefahr dass wir unsere eigenen nicht reflektierten Bedürfnisse in den Vordergrund stellen und das geht immer Schief.

00:12:03: Also wir müssen auch ganz viel dazulernen und uns entwickeln.

00:12:09: Ja, unsere Kunden und Kundinnen danken uns das!

00:12:14: Und die spiegeln uns total schnell wenn sie das Gefühl haben Wir sind nicht

00:12:19: echt.

00:12:19: Wir sind gerade selber nicht gut orientiert.

00:12:22: Wir können grade nicht... Die richtige Empfehlung mit ihnen entwickeln, was ist jetzt dran?

00:12:30: Was ist nötig?

00:12:32: Die merken das sehr schnell wenn wir auf dem Holzweg sind und keine gute Begleitung und keine guten Unterstützung sind.

00:12:40: Ich kann mir vorstellen dass es da auch total wichtig ist, dass ihr euch gegenseitig immer widerspiegelt.

00:12:45: Supervisionen ist da auch ein Thema wahrscheinlich.

00:12:48: Genau!

00:12:48: Wir haben regelmäßige Supervision die wir sowohl für einzelne Unfälle nutzen, aber eben auch für Teamdynamiken nutzen können.

00:12:57: Wir machen wöchentliche Austauschgespräche Beratungsgesprache im Team.

00:13:03: wir haben die Möglichkeit in die Einzelsupervision zu gehen das heißt entweder mit privaten Dingen die sich auf das Arbeitsfeld irgendwie auswirken Aber auch wenn es um die Beziehungstynamik in der Betreuung geht manchmal ist dass wir auch nicht verstehen, warum die Menschen so handeln wie sie handeln.

00:13:26: Warum Krisen entstanden sind, obwohl das für uns erst mal auf den ersten Blick vielleicht nicht nachvollziehbar ist und wir hinterfragen auch die Einzelne bzw.

00:13:36: jetzt mal auf Kriseneinsätze.

00:13:38: Wir bearbeiten die auch nach und hinterfragern unser Handeln in diesen... einsetzen und schauen noch mal hin.

00:13:44: War das gut, war das schlecht?

00:13:46: Wo stehe ich und wie kann ich auch nach einer Krise mit Polizeieinsatz- und Rettungswagen und allem... Wie kann ich diesen Menschen jetzt weiter

00:13:55: begegnen?".

00:13:58: Und

00:13:58: das klappt!

00:13:59: Das Wort Krise ist ganz, ganz oft gefallen und ich weiß von euch dass ihr euch bezeichnet als Krisenoptimistinnen.

00:14:09: Was ist eine Krisen-Optimiste in Alscha?

00:14:12: Also mein erster Gedanke gerade war, als du gefragt hast.

00:14:16: Man muss auch ein bisschen... Gott ich mag's gar nicht sagen!

00:14:20: Man muss doch ein bisschen Freude und Spaß an der Krise haben mit dem Wissen Ich bewältige das.

00:14:28: Ich habe es letzte Woche geschafft, ich hab' es letzten Monat geschafft, Im Rahmen dieser Arbeit schon so viel Krise erlebt.

00:14:43: Also individuelle mit dem Kunden, mit der Kundin zusammen strukturelle Krisen, politische Krisen.

00:14:50: Corona-Fachkräftemangel?

00:14:52: Genau!

00:14:53: Der Ukrainekrieg... Ja, also da war die ganze Bandbreite dabei und das hört ja nicht auf.

00:15:00: Wir sehen es gerade!

00:15:01: Und natürlich machen wir uns Gedanken und machen uns Sorgen wie wird sich dieses ganze Feld in dem wir tätig sind auch politisch noch entwickeln?

00:15:09: Wie werden wir da beschnitten und was machen wir dann?

00:15:12: aber inzwischen sagen wir zum einen darüber machen und sorgen wenn's soweit ist.

00:15:18: heute Und heute ist der Kunde dran.

00:15:22: Heute ist die Kundin dran mit ihren Themen, mit seinen Themen.

00:15:25: Darum kümmern wir uns jetzt und hier.

00:15:29: Und natürlich stellen wir uns gleichzeitig auch auf und überlegen und entwickeln und konzipieren Alternativkonzepte wenn es schwierig werden sollte.

00:15:41: Es

00:15:41: ist das Leben im Hier-und-Jetzt Das Bewältigen im Hier und Jetzt Aber mit der klaren Planung auch nach vorne und dem Wissen, was immer da kommt.

00:15:52: Wir kriegen das schon hin, ne?

00:15:53: Es ist auch schon immer gut gegangen!

00:15:55: Ja.

00:15:56: Das ist ein Satz den sage ich ganz oft.

00:15:57: Wir haben ja auch gerade in dem Bereich der jungen Volljährigen ganz kurze Bewilligungszeiträume Und die Abteilung der Hilfe für junge Volljährige habe ich ja aufgebaut, zwanzig-zwanzig mitten in der Pandemie.

00:16:11: Ich muss selber lachen wenn ich daran denke weil es irre war.

00:16:15: Mitten in einer Pandemie Ich hatte zwei Stunden die Woche.

00:16:18: Ich habe letztens nachgeguckt, ich hatte zwei Stunden die Woche zum Aufbau und dann kamen Klienten dazu, dann wurden die Stunden erhöht und dann kommen wieder Klientinnen dazu und so.

00:16:28: Und jedes Mal wenn natürlich Betreuung endeten und Bewegungszeiträume endeten... Das waren manchmal zwei drei Klientin auf einmal!

00:16:38: Wenn der ganze Pool aber zehn Leute betraf, dann hatte ich immer schon Sorge.

00:16:43: Oh Gott!

00:16:43: Wir werden uns bei gegenseitig betreuen.

00:16:45: was machen wir denn?

00:16:47: Und es ist immer gut gegangen.

00:16:49: Ja und das ist toll zu wissen.

00:16:52: Das wird gehen.

00:16:52: Ich habe hier im Team ganz viele Menschen mit denen ich mich austauschen kann.

00:16:57: Wir haben die Fähigkeiten und auch den Optimismus.

00:17:01: Das hat in erster Linie mit Zuversicht zu tun.

00:17:05: Und zuversichtlich sind wir.

00:17:08: Ich finde, das braucht auch eine gute Leitungskraft.

00:17:11: Also ja kritisch sein und Dinge hinterfragen alles wichtig tun wir auch.

00:17:17: aber wenn wir diese Zuversicht nicht haben und dieses Vertrauen nicht haben was tatsächlich auch die ganze Organisation prägt in der wir hier arbeiten.

00:17:28: Das möchte ich noch mal sagen dass macht für mich einfach auch die AWO aus Und das ist der Grund, warum ich mich da sowohl fühle.

00:17:36: Ich vermute Bakaro wird es nicht anders sein?

00:17:39: Bei mir ist es genau so.

00:17:41: Auch mal einfach das Gefühl zu haben, dass sich irgendwie regeln wird und irgendwer wird das regeln oder wir regeln das aber es wird gut gehen!

00:17:51: Ihr habt immer einen Vertrauen im Hintergrund auch.

00:17:54: Auf der Leitungsebene gibt ihr Vertrauen und ihr bekommt aber auch Vertrauen

00:18:00: Ja.

00:18:01: Wenn wir das nicht hätten, wenn wir es nicht bekommen würden dann hätte heute unsere Einrichtung dieses Profil nicht dass sie hat.

00:18:11: und Wir haben da wirklich so viele Impulse Ideen reingebracht Und wir haben Vorgesetzte die sagen finde ich toll mach mal Ich denke gerade an die Entwicklung von einem Team Das schwerpunktmäßig mit höher geschädigten Menschen arbeitet.

00:18:27: Dieser Schwerpunkt ist tatsächlich so entstanden, dass wir vor vielen Jahren einen männlichen Kunden aufgenommen haben.

00:18:35: Der schwerst hörgeschädigt war und ja für den es einfach keine entsprechende Wohngruppe, keine entsprechender Einrichtung gab.

00:18:43: Und wir sind damals als AWU angefragt worden Mensch könnt ihr euch vorstellen den ambulant zu betreuen?

00:18:49: Wir sagten Ja wir können uns das vorstellen aber wir können keine Gebärdensprache.

00:18:54: also haben wir's gelernt.

00:18:56: So, dann haben wir die ersten zwei Mitarbeiter in einen Kurs geschickt und sie haben gemeinsam Gebärdensprache gelernt mit dem Klienten geübt und trainiert.

00:19:07: Also wir lernen auch wirklich total viel von unseren Kunden und Kundinnen.

00:19:12: Das ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen.

00:19:14: Wir wachsen auch mit denen zusammen.

00:19:17: Und heute ist es so dass wir ein komplettes Team haben das Gebärdensprache lernt, das Gebärdenssprache spricht Und das sind so kleine Erfolgsgeschichten, die starben uns.

00:19:29: Toll!

00:19:30: Ihr guckt euch gerade schon wieder so lieb an... Es ist wirklich so ein Vibe der da irgendwie rüber kommt finde ich von euch beiden.

00:19:39: Ist toll!

00:19:39: Was wünscht ihr euch denn für eure Einrichtung?

00:19:42: Für eure Jobs?

00:19:43: Für die Zukunft?

00:19:45: Boah, das ist eine große Frage!

00:19:47: Absolut!

00:19:48: Drunter machen wir es hier nicht im Podcast.

00:19:50: Ich wünsche mir dass wir weiterhin so zuversichtlich bleiben können dass der Rahmen geschaffen wird oder der Rahmen so bleibt, dass wir da auch weiter mit Zuversicht rangehen können.

00:20:01: Das betrifft vor allem eben auch politische Entscheidungen, ja die Menschen, die das brauchen und diese Hilfe für sich nutzen sie auch weiterhin bekommen dürfen.

00:20:13: Ich wünsche mir und uns auch weiterhin diese Wirksamkeit, die wir entfalten Und dass wir auch weiterhin unsere Mitarbeiter, unsere Mitarbeiterin inspirieren.

00:20:25: Ich glaube das tun wir und die inspirieren uns wiederum.

00:20:29: Es ist ein total schönes Zusammenarbeiten zusammen sein.

00:20:35: es ist ja fast schon zusammenleben Wir verbringen so viel Zeit miteinander.

00:20:40: Carol lacht gerade Ja, das sind einfach total wichtige Beziehungen die wir auch gut pflegen und dementsprechend pflegten wir unsere Mitarbeitenden gut.

00:20:53: Und ihr uns!

00:20:54: Toll.

00:20:56: ich danke euch von Herzen für diese Einblicke in eurer Arbeit und inspirierend finde ich trifft es schon sehr.

00:21:02: Es war ganz angenehm mit euch zu sprechen und nebenbei habt ihr noch fantastische Stimme.

00:21:07: also Toll, toll.

00:21:09: Vielen

00:21:09: Dank!

00:21:10: Danke,

00:21:11: dass ihr da wart.

00:21:12: Danke schön.

00:21:13: Das war Hörber Mensch ein Podcast der Avobilefeld.

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